Ein Großteil unserer Ackerflächen sind fast jederzeit befahrbar....  das ist einer der wenigen Vorteile unserer Sandböden. Das bedeutet dann auch, das diese Böden sich nur kurzfristig mit Wasser vollsaugen können.           Sobald es aufhört zu regnen, zieht es nach unten. Die Poren in der Ackerkrume sind zu groß, um mit der Kapilarkraft das Wasser halten zu können. Mit einem höheren Humusanteil lassen sich die Poren verkleinern und so bleibt das Wasser länger im Oberboden, ähnlich wie bei einem Schwamm. Durch diese Humusanteile wird der Boden lockerer.

Über viele Jahre wurde auf unseren Äckern hauptsächlich Getreide und Mais angebaut. Vor allem Mais verbraucht im Vergleich zu anderen Ackerfrüchten sehr viel Humus und auch deswegen haben wir den Maisanbau 2005 eingestellt. Wir stellten fest das unsere Äcker immer öfter bei Trockenheit litten und wir teilweise Totalausfälle der Ernte hinnehmen mussten.

Wir haben dann begonnen unsere Futter -únd Hofabfälle zu kompostieren und ebenso Rasenschnitt, Laub und andere Gartenabfälle von Freunden anzunehmen. Wir haben unseren Gehölzschnitt geschreddert und dem Kompost beigemischt, anstatt sie zum Osterfeuer zu bringen.

Diese Kompostmaterialien lagern ca zwei Jahre auf dem Kopostplatz oder in Feldmieten, bevor sie auf dem Acker ausgebracht werden. Die Mieten werden selten umgesetzt, damit sich darin Hitze entwickeln kann, die nötig ist, um die Keimfähigkeit der Konkurrenzpflanzen sehr einzuschränken. Die Dauer bis der Kompost ausgebracht wird, entspricht bei uns in etwa dem Zeitraum, in der konventionelle Flächen auch Bio umgestellt werden können.

Seit wir diesen Kompost auf unseren Flächen als Dünger einsetzen, hat sich aus den zuvor beschriebenen Gründen die Ertragssituation immer mehr verbessert, weil der Boden kaum noch austrocknet und auch die Konkurenzpflanzen unterdrückt werden. Die Nährstoffe halten sich besser in der Ackerkrume und waschen nicht ins Grundwasser aus. Auch sehr wichtig das auf diese Art Bodenerosionen vorgebeugt wird. Jeder weiß von den Sandstürmen im Frühjahr, weil Maisäcker mitunter länger als drei Monate fast ohne Bewuchs sind.

Der Weiteren sagt man dem Kompost eine Unkrautunterdrückung nach; das kann ich bestätigen.